Sarah Corners Videoclip „Wie schön du bist“


Unterhaltungsindustrie versus Erziehung

 

Sarah Connor – Wie schön du bist (Official Video)

 

Erziehungsprobleme, Streit, Stinkefinger gegen die Mutter, Wut und Frustration mit der Folge von zerkratzten Autos, beschmierten Wänden, Diebstahl usw.. Die Bilder zeigen Strafrechtsverstöße,
dazu die Aufforderung
im Text  “lass’ es ‘raus”, unterstrichen damit, dass die Jugendliche einen Farbtopf gereicht bekommt.

 

Eine weitere im Song favorisierte Lösung ist die Konzentration auf Äußerlichkeiten – „weißt du denn gar nicht, wie schön du bist“.  Frage, kann allein das Äußere die bestehenden Probleme zwischen Eltern und Jugendlichen lösen? Nein. Die suggestiv (1) bewirkte Konzentration
auf das Aussehen stärkt zwar das Selbstbewusstsein, lenkt aber die Entwicklung von Jugendlichen meist in die narzisstische Richtung (Ver-
liebtheit in sich selbst) und prägt zudem noch die falschen Werte. Daher ruft die Stärkung dieser Art von Selbstwertgefühl in vielen Fällen das Gegenteil von dem hervor, was Erziehung erreichen will und soll.

 

Unter anderem sind Konflikte zwischen Eltern und Jugendlichen auf den Mangel an Einsicht zurückzuführen. In einer weiteren nicht unge-
fährlichen Aufforderung des Songs heißt es, „lass dir nichts sagen“.
Gerade betroffene Kinder und Jugendliche werden diesen Song sicher oft anhören und bekommen  diesen Inhalt mittels Imperativ (Befehlsform) besonders eingeprägt. Ist sich Sarah Corner der Folgen solcher Texte bewusst? Sie ist selbst Mutter von augenblicklich noch kleineren Kindern, was meint sie, welchen Gefallen sie sich selbst und anderen Müttern auch mit dieser gegen Erziehung und Einflussnahme gerichteten Aufforderung tut.

 

Songs wie dieser helfen, Luftschlösser zu bauen, Wunschgedanken zu beflügeln und die Beliebtheit der “nach dem Mund redenden” Interpreten zu steigern. Leider begreifen Kinder und Jugendliche noch nicht, dass sie ausgenutzt und manipuliert werden, um Musikern und Musikindustrie die Kassen zu füllen.

 

Genau genommen haben wir es in Verbindung mit dem Video sogar mit der Aufforderung zu Straftaten zu tun.

 

Wir vermissen Verantwortungsbewusstsein.

 

(Besprechung 2015)

 

(Quelle: YouTube, Wikipedia)

 

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(1) meist starke unbewusste psychische und emotionale Wirkung ausübend

    Downloads:
Unser Sandmännchen

 Psychologie in der Erziehung

 

Folgende Episode enthält ein psychologisches Thema,
wie es bspw. in der Verhaltenstherapie angewandt wird.

 

Mehr zum Sandmännchen unter  mfi  MedienFokus International 

 

(Besprechung 2015)

 

“Mrs. Miracle”, Spielfilm und DVD, USA/UK 2009

Ein Film zum Thema Erziehung

Er ist auf den ersten Blick als solcher nicht unbedingt erkennbar und wurde verpackt in einen in der Weihnachtszeit spielenden Kinderfilm.
(agi :  Altersfreigabe ab 5-6 J.)

 

Wenn Sie Anregungen suchen, wie Erziehung Nerven schonend, mit Spaß und Vernunft, tragfähig und liebevoll funktionieren kann, schauen Sie rein. Es handelt sich nicht um ein „Miracle (Wunder)“, sondern um Wissen, Können, viel Übung, Gespür und um Verantwortung.

 

„Autorität“ muss nicht zwingenderweise aus Verboten, Streit, Kämpfen, Schimpfen u.ä. bestehen. Die “führende Rolle” liegt darin, mit Geschick zu lenken und zu leiten, auf Kinder einzugehen, im richtigen Moment auch mal mitzuspielen, reizvolle Aufgaben zu verteilen, sinnvolle Belohnungen einzusetzen usf.. Warum? Um keinen Schaden anzurichten und sich ein Leben lang ohne schlechtes Gewissen in die Augen schauen zu können.

 

Erziehung kann Freude machen und durchaus interessant sein, denn die kindliche Ebene besteht auch aus missglückten Späßen, scherzhaft gemeinter Respektlosigkeit usw. – eben aus kindlichem Verhalten, das es zu begreifen gilt. (Die Prinzipien sind übertragbar auf Jugendliche.)

Auszeichnung verliehen von der agi

 

(Besprechung 2014)

    Downloads:
Schulische Erziehung

 

 

ARD 19.11.2014 / Nachtprogramm

 

„Wie gut sind unsere Lehrer?“ / ZDFzeit

http://www.zdf.de/zdfzeit/lehrertest-34788698.html

 

 

Die Dokumentation besteht aus live-Mitschnitten, gedreht im Unterricht eines Hamburger Gymnasiums. Per Kamera werden Schulstunden dokumentiert, wie sich der Unterricht abspielt, in welcher Qualität die Unterrichtsstunden verlaufen, wie sich Jugendliche im Unterricht aufführen (auffallend auch hier der Mangel an Respekt) usw..

 

Es fehlt unverhohlen am Benehmen der Schüler und man fragt sich, sieht man die Resultate
– der von Eltern versäumten Erziehungspflichten,
– der Folgen der Erziehung aus Tagesschule bzw. Hort,
– der Einflüsse von Gesellschaft und Medien.

 

Für den Experten waren auch andere größere Probleme erkennbar und zwar pädagogische, edukative, methodische und didaktische Defizite, z.B.
der ständige Machtkampf zwischen Lehrern und Schülern, anstatt die Konzentration (mit professionellen Mitteln) auf eine motivierende Wissensvermittlung zu richten und in einen spannenden Lehrstoff „einzutauchen“. Die Probleme sind seit ca. 30 Jahren bekannt und seither gewachsen, es hat sich weder edukatorisch noch didaktisch etwas in die richtige Richtung getan.

 

Gegen diese Zustände helfen weder die Verordnung von Abitur G8 von der ehemaligen Bayerischen Staatsministerin für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst, Monika Hohlmeier, noch die Verunglimpfung (Lehrer sind faule Säcke) durch den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder.

 

Wir halten fest, dass Lehrer nicht verantwortlich sind für die offensichtlich größeren  und vielfältigen Ausbildungsdefizite im Studium. Auch hier handelt es sich wieder um politische Versäumnisse.

 

Wie sehr aber Gewalt in den Köpfen eingebrannt ist, zeigt die Doku mit einem „motivierenden“ Spiel im Sportunterricht. Inhalt: Jeder Schüler „verteidigt“ seinen Ring/Platz, d.h. es fand eine Art „Krieg/Kampf“, nämlich „Angriff und Verteidigung“ statt. Das zeigt, dass Gewalt im Ideengut der Lehrer und im Unterricht angekommen ist. Fallen Lehrern spannende Spiele ohne Gewalt gar nicht mehr ein? Die Jugend braucht faszinierende friedliche Inhalte, die Gewalt muss endlich aus den Köpfen.

 

Wie drastisch soll die Gewaltentwicklung – von Idee, Spiel bis Straftat, Krieg  –  noch werden, was kommt nach der erfolgreichen Rekrutierung deutscher Jugendlicher durch den IS?

 

Der Kamerablick in die Klassenzimmer von Real- und Hauptschulen dürfte erfahrungsgemäß Härteres offenbaren.

 

Beispiele aus dem schulischen Alltag mit Lösungen unter

http://www.glueckliche-familie-ev.de/topfit-fur-erziehung/aus-dem-schulalltag/

 

(Fotoquelle: Internet)

 

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